Der französische Software-Entwickler Augure hat herausgefunden, dass immer mehr Unternehmen in Influencer Marketing investieren. Über 80% aller befragten Marketingverantwortlichen haben angegeben, dass sie Influencer in ihre Kommunikationskampagnen miteinbeziehen. Für die Studie wurden 600 Marketing- und Kommunikationsverantwortliche aus 32 Ländern zu der aktuellen Entwicklung des Themas „Influencer Management“ befragt. Wird sich der Trend auch in Deutschland durchsetzen?

Gibt es in Deutschland Influencer?

Influencer oder Meinungsführer haben ein hohes Ansehen bei ihren Zuschauern und Lesern und können dank ihrer Reputation die Entscheidungen anderer in einem bestimmten Themengebiet beeinflussen. Online-Influencer werden immer attraktiver für die Unternehmen, denn sie erstellen spannenden Content und bringen Unternehmenswerbung authentisch an die Zielgruppe. Ob Blogger, YouTuber, Instagrammer oder Twitterer – in Deutschland gibt es Online-Multiplikatoren, die nicht nur über große Reichweite verfügen, sondern auch zu den wichtigsten Meinungsmacher in der Kommunikationsszene gehören. Ob Beauty, Games, Lifestyle, Sport, Mode oder Food – für jedes denkbare Themengebiet gibt es coole Blogs und YouTube-Kanäle mit enormer Reichweite.

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Wo findet man Influencer?

Neben der Planung und Umsetzung von Online-Kampagnen bleibt nach wie vor die Suche nach relevanten Meinungsmacher ein großes Thema für Unternehmen. Der erste Schritt sollte immer die Definition von Begriffen sein, die für die Marke oder das Produkt relevant sind. Und wenn das erfolgreich umgesetzt wurde, kann man mit der eigentlichen Suche loslegen. Neben Google gibt es verschiedene Datenbanken, die die Suche der Online-Multiplikatoren nach bestimmten Themen ermöglichen. Dazu gehören Icerocket, Twingly und Influma. Allerdings bieten diese Tools keine qualitative Analyse an. Influencer sollen nicht nur thematisch zum Unternehmen passen, sondern auch die gleichen Werte vermitteln. Kaum ein Unternehmen, das sich stark im Bereich Nachhaltigkeit arrangiert, wird gerne mit einem YouTuber zusammen arbeiten, deren Videos einen weniger nachhaltigen Eindruck  hinterlassen. D.h. wenn Firmen ihre Botschaften authentisch kommunizieren wollen, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als die Blogs zu lesen, die YouTube Videos anzuschauen und den Twitter-Accounts zu folgen. Die gründliche Recherche wird aber belohnt: Unternehmen sparen viel Zeit, indem sie nur die richtigen Influencer ansprechen und so gezielter ihre Kampagnen planen.

Wenn z.B. ein Reiseunternehmen auf der Suche nach Online-Multiplikatoren ist, kann er neben

  • Reisebloggern auch
  • Familien- und Wellness-Blogger ansprechen,
  • in den Spezial-Foren nachschauen, wer aktiv ist und gerne Reise-Tipps gibt
  • Und auf Instagram nach Reise-Hashtags recherchieren.
  • Auch ein Blick auf das Netzwerk vom Influencer selbst kann sich lohnen. Große Blogger und YouTuber sind meistens gut miteinander vernetzt und so kommt man auch bei der Recherche schneller auf die weiteren Influencer aus dem gleichen Themenbereich.

Influencer und Soziale Netzwerke

Kampagnen mit Influencern werden hauptsächlich über Facebook, Twitter und YouTube umgesetzt. Die Online Meinungsmacher sind in den sozialen Netzwerken sehr aktiv und nutzen diese für die Kommunikation mit ihren Lesern und Zuschauern. Meistens lohnt es sich nach allen Kanälen vom Influencer zu schauen, so bekommt man nicht nur den Überblick über seine Kernthemen, sondern auch über seine Community.

Über Twitter bekommt man außerdem sehr schnell mit, welche Influencer miteinander befreundet sind. Das hilft den Unternehmen weitere Meinungsmacher aus der gleichen Branche zu identifizieren. Auf spiegel.de gibt es bereits eine Grafik, die Verbindungen zwischen den 330 größten deutschen YouTube-Kanälen zeigt.