Kreativität lernenBeim Anblick der kreativen Menschen sind wir oft voller Neid und Begeisterung zugleich. Sie scheinen mühelos kreative Werbung und tolle Texte zu produzieren und wir fragen uns: Wird man so geboren oder kann man diese Kreativität lernen?

Die gute Nachricht ist – ja, man kann das lernen. Die Schlechte – man muss sich dafür richtig anstrengen und zum Teil sogar sich neue Gewohnheiten anlegen. Doch der Aufwand lohnt sich, denn Kreativität ist nicht nur eine Eigenschaft, die die Angestellten einer Werbeagentur brauchen. Sie hilft uns globale Probleme zu lösen und unsere alltäglichen Probleme unter einem anderen Blickwinkel zu beobachten.

Wollen Sie im Ernst Kreativität lernen? Dann beobachten Sie mal Ihre kreativen Kollegen ganz genau. Ihnen wird auffallen, dass sie einige Dinge ganz anders tun, als wir das machen. Einige davon haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

Kreativität lernen im Alltag

1. Augen auf!  

Kreative Texter sehen die Welt mit ganz anderen Augen. Sie ziehen sich nicht einfach in ihre Welt zurück, sondern beobachten ihre Umwelt genau und achten dabei auf die Kleinigkeiten, die „normale“ Menschen meistens übersehen. Diese Offenheit hilft ihnen die Dinge anders wahrzunehmen und die interessantesten Sachverhalte und Zusammenhänge abzuspeichern und später in neue interessante Ideen umzuwandeln.
2. Krisen meistern

Aufgaben, an denen wir verzweifeln, lassen kreative Menschen erst richtig in Gänge kommen. Statt aufzugeben investieren sie die Kraft in die Bewältigung von Krisen. Das ist nicht nur produktiv, sondern schult auch unsere kreativen Fähigkeiten. Der bekannter Satz: Was uns nicht umbringt, machst uns stärker, trifft in diesem Fall voll zu. Forscher haben herausgefunden, dass negative Erfahrungen uns helfen zu wachsen und diese Erlebnisse in kreative Lösungen umzuwandeln.kreativ werden
3. Kreativität lernen

Wollen Sie kreativ werden, dann treffen Sie einfach bewusst diese Entscheidung. Klingt einfach, doch die meisten kreativen Menschen haben mal vor sich das Ziel gesetzt, kreativ zu werden und haben angefangen, die Kreativität so gut es geht täglich zu üben. Lesen Sie Bücher zu diesem Thema, machen Sie Übungen und sprechen Sie mit Menschen, die in der kreativen Branche arbeiten. Sie werden selbst merken, wie Sie von Tag zu Tag immer besser werden.

4. Kreatives Chaos NICHT beseitigen

Eine gute Nachricht für alle, die für das Chaos auf dem Schreibtisch immer kritisiert werden. Wer unordentlich ist, ist meistens kreativer als Menschen, die immer akkurat sind. Es liegt daran, dass Chaos die festen Zusammenhänge in dem System durcheinander bringt und dafür sorgt, dass neue Kombinationen entstehen.

5. Allein sein

Kreative Menschen arbeiten gern allein. Damit kreative Ideen strömen, braucht man idealerweise keine laute Umgebung, sondern eine bequeme und entspannte Arbeitsatmosphäre. Deshalb arbeiten Kreativlinge am besten allein, ohne hemmenden Druck und Stress. Auch wenn sie im Geschäft an einem produktiven Brainstorming teilnehmen, gehen sie nach Hause und bringen morgen früh eine viel bessere Idee, auf die sie nicht im Meeting, sondern auf dem Weg nach Hause oder sogar im Schlaf kamen.

6. An sich glauben

Kein kreativer Mensch geht an die Arbeit mit Zweifel heran, er macht’s einfach. Sobald man sich mit den Fragen quält  wie „Wofür ist das alles, das wird doch eher nicht klappen!“ oder „Die Aufgabe ist einfach unmöglich“, dann kann die kreative Idee so gut wie keine Chance. Wer an das Unmögliche glaubt und sich nicht vom Ziel abbringen lässt, hat die besten Voraussetzungen um die kreative Idee zu entwickeln.

7. Neugierig sein

Es gibt keine kreativen Menschen, die keine Wege und Mittel finden, um das Gewünschte zu erreichen. Sie schauen sich um und beobachten, wie die Anderen machen, sie hören zu, wenn die Anderen Tipps geben und sie fragen. Dabei sind sie meistens pragmatisch und bewerten die Lösungen anhand ihrer Umsetzbarkeit. Und kommen so auf die eigene Lösung, die zwar den anderen ähnlich sein mag, aber trotzdem frisch und neu ist.

8. Viel lesen

Um auf die kreativen Ideen zu kommen, muss man über Wissen verfügen. Am besten über gutes Allgemeinwissen und ausgezeichnetes Wissen in dem speziellen Fachbereich. Wer gerne schreibt, liest meistens auch gerne. Einerseits lernt man mit der Sprache besser umzugehen, anderseits vertieft man sein Wissen.

9. Nichts tun

Meistens haben Chefs was dagegen, wenn man in den Arbeitszeiten nichts tut, auch wenn man das auf den fehlenden Schreib-Flow schiebt. Doch mit dem richtigen Flow entstehen die Texte viel schneller und haben viel bessere Qualität, als die die zu vorgeschriebener Zeit produziert wurden. Einfach nichts tun (oder eine weniger kreative Arbeit erledigen), wenn das Texten nicht funktioniert und richtig loslegen, wenn die Texte vor lauter Inspiration fast von alleine entstehen.nichtstun

10. Selbstreflexion

Jeder Kreativling hat einen Überblick über seine besten Arbeiten und weiß genau, warum sie gut funktioniert haben. Die Entstehung einer guten Idee ist meistens unmöglich zu verfolgen. Doch die Analyse vom Ergebnis ist durchaus machbar und auch sinnvoll. So kann man am besten die erfolgreichen Muster herausfiltern und sie für die Zukunft im geistigen Notizbuch abspeichern.

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